Horror vor der Orthopädie

Heute gibt es mal einen deutschsprachigen Eintrag.

Jeder beleibte Mensch kommt irgendwann an den Punkt, an dem seine Gelenke schmerzen, der Rücken steif ist oder die Muskeln einfach nicht mehr so arbeiten wie sie sollen. Dann steht der Gang zum Orthopäden an, ein fast unüberwindbares Problem, wenn man des Öfteren von Ärzten mit den Worten: “Das liegt alles an Ihrem Gewicht. Nehmen Sie erst einmal ab.”, inklusive abwertender Blicke oder offenkundigem Desinteresse bedacht wurde

(Mein Highlight war die Antwort meiner damaligen Dermatologin, als ich mich in wirklich jungen Jahren mit dem Verdacht auf eine Psoriasis an sie wandte. Damals war meine Mutter zugegegen und ihre Antwort richtete sie nicht an mich, sondern an meine Mutter. O-Ton: “Ihre Tochter wiegt zu viel. Wenn sie abgenommen hat, verschwinden die Hautprobleme von alleine.” Ich habe in meinem späteren Leben enorm viel an Gewicht verloren, war fast untergewichtig. Was war geblieben? Richtig! Die Hautprobleme sind nie verschwunden, egal von welchem Dermatologen ich verar****- ähm-, verarztet wurde. Das könnte vielleicht daran liegen, dass es sich etwa doch um eine Psoriasis handelt?)

Es gibt mittlerweile Studien, in denen nachgewiesen wurde, dass medizinische Probleme von adipösen Patienten nicht oder nur selten ernst genommen werden und dementsprechend keine oder nur eine abgespeckte Behandlung erfolgt. An dieser Stelle möchte ich z.B. auf die 125th Annual Convention of the American Psychological Association hinweisen, auf der es einen Workshop zum Thema “Weapons of Mass Distraction — Confronting Sizeism” gab.

Derart verunsichert, trieb ich mich vor kurzem auf einer bekannten Bewertungsplattform für Ärzte herum, um einen, im besten Falle unvoreingenommenen Orthopäden zu finden und bin bei einer Orthopädin gelandet, die natürlich am anderen Ende der Stadt praktiziert. Der vereinbarte Termin fand gestern statt – und was soll ich sagen?

Ich hatte mir schon einen Text zurechtgelegt und der schien ihr zu gefallen. Kein Gejammer, vielmehr habe ich ihr zu verstehen gegeben, dass ich an einer Heilung interessiert und bereit bin, dafür etwas zu unternehmen. (Vielleicht war auch ein bißchen Glück dabei, weil vor mir eine russischstämmige Patienten behandelt wurde, die mit einem Mal x Schmerzen hatte und partout nicht ohne Verordnung aus dem Behandlungszimmer gehen wollte. Die Wände sind ja heute so dünn, da bekommt man alles mit, ob man will oder nicht. Nachdem die Dame mit Physiotherapie, Reha-Sport und was weiß ich versorgt war, war ich wahrscheinlich die entspannte Abwechslung, trotz meines Gewichts.)

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wurde ernst genommen! Ich wurde untersucht!

Und, meine Gelenke sind noch nicht – Entschuldigung! – im Arsch, wie bei den meisten Adipösen, sondern es handelt sich nur um eine Entzündung. Was will man mehr?

Wenn ihr also in Berlin und Umgebung wohnt und eine gute Orthopädin sucht, die euch nicht gleich verbal in die Tonne kloppt, sondern weiß, wovon sie spricht und euch auch ernst nimmt, meldet euch gerne.

Getting reading for a BBQ

You know the feeling, when you expect friends (or “friends”) to visit you and your apartment looks like a bloody mess?

I procrastinated the whole week, because after walking almost 10km each day with a pushchair in front of me and afterwards a very lively baby around me, I hadn’t been exceptionally motivated to do all the necessary courses.

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He looks like the dust under my sofa. 😉

Now, I have 5 hours left…

And what should I say? I don’t care. We have a little baby now and yes, there will be some wooden toys lying on the floor and some soft toys on the sofa AND the cat’s hair will probably be on the whole furniture as well.

Wenn meine Gäste ein Problem damit haben, haben sie es umsonst. Wir leben nun als Familie und da sieht es nicht mehr jeden Tag danach aus, als wäre die Putzfrau gerade vorbeigekommen.

EDIT:

Tbe BBQ went well and now, I am lying on the sofa, a bit drunk, listening to really good music. 😉

Nursery school

Oh my little baby is growing up too fast. Today, it’s its first day at the nursery school and I am so excited. A new part of its life commences.

We have to get ready…. Wish us luck!

EDIT: I don’t get along well with the kindergarden teacher, unfortunately. 😦 Time will tell if my first impression was false, but her mimic and way of answering my questions were actually very insightful.

It’s been a while

since I started this blog.

So much changed in the last month. In March I went to see my endocrinologist because I feared having diabetes type II. I’d undergone some examinations and then nothing happened.

Letzte Woche bin ich dann zu einem Diabetologen gegangen, weil ich mit meiner Gewichtsabnahme einfach nicht weitergekommen bin, sondern zugenommen hatte. Außerdem begleiten mich momentan viele Heißhungerattacken, die auf Stress zurückzuführen sind. Er hat mich auf eine strenge LOGI-Diät gesetzt – eine Katastrophe!

Ich ekel mich vor Fleisch und jetzt soll ich ausschließlich Salat und Fleisch essen und vollkommen auf Kuhmilch und Kuhmilchprodukte verzichten. Wenn es Milch sein soll, dann bitte Ziegen- oder Schafmilch. Der Stress wird dadurch nicht weniger!

Yesterday, my endocrinologist has called me, only to inform me about my diabetes…

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He apologised a thousand times that my results went missing. After my email, in which I’d asked him to forward the results of the last examination, he almost went nuts.

So now I am sitting here, puzzled and annoyed. Jetzt liegt es an mir, ob ich wieder gesund und dünn werde oder nicht. Und das erschreckt mich gerade sehr.

Edit: I am now a proud owner of a Fitbit Charge 2 and need a (small) challenge to get started.

I have got competition

My husband has returned from his night shift and brought a chicken breast. He wants to show me, how fast he will loose weight by eating just meat and salad and doing some sports before or after his work. We’ll see.

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I’ve lost about 4 lbs in my first month, not much but better than nothing.

Hm, seems like I will have to go to the gym today and tomorrow …

 

 

Intertrigo und kein Ende

Ein Thema, das sicherlich von vielen Fetten, ja so politisch inkorrekt bezeichne ich mich, nicht gerne angesprochen wird, ist das Auftreten von Hautproblemen.

Sobald Haut an einer Stelle überlappt, an diese keine Luft mehr gelangt und dort eventuell zusätzlich Reibung vonstatten geht, führt das unweigerlich zu einem Intertrigo, wie ich jetzt lernen musste.

Vor meiner Schwangerschaft hatte ich solche Probleme ab und an., auch aufgrund meiner Psoriasis. Nach der Entbindung und jetzt im Sommer haben sich die betroffenen Stellen enorm ausgebreitet und ich bin gerade am Verzweifeln, weil kein beschissener Dermatologe (Dermatologinnen inbegriffen) mich ernst nimmt. Egal, wo ich hingehe, es wird nur Kortison in verschiedenen Dosierungen verschrieben. Es interessiert auch niemanden, dass in den Beipackzetteln eindeutig darauf hingewiesen wird, dass diese Cremes oder Salben NICHT z.B. unter der Brust angewendet werden dürfen. Vielmehr wird einem vermittelt, die eigene Compliance wäre derartig schlecht, dadurch könne sich die Haut nie verbessern.

Hinweise, dass Verbindungen zwischen der Gesundheit von Darm und Haut existieren, werden negiert oder ins Lächerliche gezogen. Ich bin soetwas von sauer.

Wie wäre es denn, wenn ich mit Idealgewicht vor den Herrschaften säße? Bekäme ich dann dieselbe abwertende Behandlung?

Wer einen guten Dermatologen in Berlin oder Brandenburg kennt, der weiß, wie man sich Patienten gegenüber benimmt, kann sich gerne bei mir melden.

Mimimimimi

Abnehmen oder der Versuch des Abnehmens macht mich mürbe. Die Zeit bis zur Rückkehr aus der Elternzeit rast wie verrückt und zerrinnt mir zwischen den Fingern. Vieles muss noch erledigt werden, vor allem Bürokratisches, und dann ist da das Gefühl, überhaupt nicht mehr in diesen “Job” zurückkehren zu wollen, zu der Belanglosigkeit der Aufgaben und den netten und nicht so netten Kolleginnen und Kollegen.

Dann türmen sich die Aufgaben zu Hause. Ich war nie eine leidenschaftliche Hausfrau und werde es auch nie sein. Die Wohnung muss geputzt werden, also mache ich es so gut wie möglich. Das Kind erzeugt Berge von Wäsche, die ich in der Wohnung nicht schnell genug trocknen kann und somit fast alle Räume mit Wäscheständern vollstellen muss. Platz für einen Trockner haben wir nicht.

Neben der Hausarbeit will das Kind zurecht bespaßt werden und mit Freude die Welt kennenlernen. Das macht mich wiederum glücklich, kostet jedoch Zeit und Nerven. (Wer sich bisher überlegt hat, Kinder in die Welt zu setzen: Schlaft noch ein paar Nächte darüber bis ihr wirklich sicher sein könnt, dass ihr euer Leben voll ausgekostet habt und nichts dagegen habt, weiße Haare zu bekommen, nicht mehr (aus-)schlafen zu können, euren gesamten Tagesablauf nach einem kleinen, strahlenden Wesen auszurichten. Ihr seid in der ersten Zeit absolut nicht mehr wichtig, eure Bedürfnisse werden ab sofort zuletzt oder gar nicht gestillt werden.) Das klingt gerade sehr abweisend. Wer jedoch ehrlich ist, weiß, dass ich im Recht bin.

Zu guter Letzt will ich endlich regelmäßig Sport machen, komme aber nie dazu. Zum einen bin ich am Ende des Tages, wenn das schreiende, weil zahnende Kind endlich im Schlummerland weilt, total hinüber und will mich nur ins Bett legen. Zum anderen fallen mir in Ruhe wieder tausend andere Dinge ein, nach denen ich recherchieren wollte (Kurzurlaubsunterkunft, Farbe für den Flur und Bilderrahmen, Kuchenrezepte) oder ich unterhalte mich dann doch mal mit anderen Menschen, sprich: ich faulenze.

Heute Abend werde ich versuchen, ein bißchen DIY-Yoga zu machen. Es ist circa 20 Jahre her, dass ich damit und mit Ausdauertraining fast 20 Kilo abgenommen habe. Das sollte jetzt auch möglich sein und mich auf den morgigen Tag gut vorbereiten, denn für einen Besuch bei einer Berliner Elterngeldstelle braucht man Gelassenheit.

Allen einen guten und entspannten Start in die neue Woche!

Sorry, but you are too thin and healthy for us.

I don’t know if I should be happy about this statement or not. Today, I talked to someone from the Interdisciplinary Obesity Center of the Charité, Berlin, because the conditions to participate in their Obesity Balance Program were not clear. She asked me if I have diabetes (mellitus type II) or problems with my blood pressure, both signs for a metabolic syndrome. I honestly replied, that, up to now, I am neither insulin dependent nor do I take pills against high blood pressure. Then she calculated my BMI and – ta da! – I am not suitable for their program.

If you reside in Berlin, have a BMI over 40 and some severe issues with your health, which are based in a metabolic syndrome, you definitely should participate in this conservative weight loss program, which, and this is very important, hasn’t been setup to prepare you for a minimally invasive procedure.